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Gregor Palyan3 Min. Lesezeit

boring systems vs. Make: was passt dem Mittelstand?

VergleicheSales

Make baut mehrstufige Abläufe visuell und günstig. Der Preis dafür steht nicht in der Rechnung, sondern in der Zeit für Aufbau und Wartung. Wo die Grenze verläuft und wann Make die richtige Wahl bleibt.

Kurz gesagt

Make (früher Integromat) ist das stärkste der gängigen Baukastenwerkzeuge: visueller Editor, Verzweigungen, Schleifen, günstige Abrechnung pro Operation. Es bleibt aber regelbasiert. Sobald eine Anfrage gelesen und eingeordnet werden muss, statt nur weitergereicht, endet der No-Code-Ansatz. Und die Pflege der Szenarien bleibt in jedem Fall bei dir.

Was kann Make besser als die Alternativen?

  • Der visuelle Editor zeigt einen Ablauf als Diagramm statt als Liste. Bei mehrstufigen Szenarien mit Verzweigungen ist das ein echter Unterschied zur Konkurrenz.
  • Abrechnung pro Operation statt pro Schritt: bei gleichem Volumen spürbar günstiger als task-basierte Werkzeuge.
  • Verzweigungen, Filter und Iteratoren, also die Bausteine, an denen einfachere Werkzeuge aufhören.
  • EU-Verarbeitung über die Wahl der Region, damit datenschutzrechtlich besser aufgestellt als rein US-basierte Dienste.

Für klar beschreibbare Datenflüsse zwischen zwei oder drei Systemen ist Make die naheliegende Wahl, und ein Agent wäre dafür überdimensioniert.

Wo endet ein Szenario und fängt eine Entscheidung an?

An der Stelle, an der die richtige Reaktion vom Inhalt abhängt statt vom Auslöser. Ein Szenario führt aus, was du vorher beschrieben hast. Es erkennt nicht, dass eine Anfrage dringender ist als die davor, dass ein Kunde denselben Fall zum dritten Mal meldet, oder dass die Antwort in einem Vertrag steht und nicht in den AGB.

Das ist keine Schwäche von Make, sondern die Definition eines Baukastens. Wer versucht, eine Entscheidung als Filterkette nachzubauen, landet bei Szenarien mit zwanzig Verzweigungen, die niemand mehr wartet.

Was kostet die Pflege wirklich?

Die Werkzeugkosten sind bei Make der kleinere Posten. Der größere steht in keiner Preisliste: Wer Szenarien selbst baut, pflegt sie auch selbst.

  • Ändert ein angebundenes System seine Schnittstelle, steht der Ablauf, bis jemand ihn repariert.
  • Fehlersuche in einem mehrstufigen Szenario kostet mehr Zeit als der Aufbau, weil der Fehler meist erst auffällt, wenn etwas fehlt.
  • Wächst der Prozess, wächst das Szenario mit. Wer es gebaut hat, wird zum einzigen, der es noch versteht.

Genau an dieser Stelle verwaisen Automatisierungen im Mittelstand: nicht am Monatspreis, sondern daran, dass die eine Person, die sich auskannte, keine Zeit mehr hat.

Wann ist ein betreuter Agent die bessere Wahl?

  1. Wenn Anfragen in natürlicher Sprache verstanden, priorisiert und beantwortet werden sollen.
  2. Wenn die Verarbeitung nachweisbar in Deutschland laufen muss, inklusive des eingesetzten Sprachmodells.
  3. Wenn niemand im Team Automatisierungen bauen und dauerhaft warten will, sondern ein Ergebnis erwartet, das läuft.
  4. Wenn sich der Prozess absehbar ändert und die Anpassung nicht wieder bei dir landen soll.

Muss man sich entscheiden?

Nein. Ich baue meine Agenten auf n8n, also selbst auf einer Automatisierungsbasis; der Unterschied ist die Entscheidungsebene darüber und die Betreuung dahinter. Bestehende Make-Szenarien für einfache Datenflüsse können parallel weiterlaufen. Es gibt keinen Grund, etwas Funktionierendes abzuschalten.

Fazit

Make ist ein sehr gutes Automatisierungswerkzeug und kein Support- oder Sales-Team. Die Frage ist nicht, welches Werkzeug besser ist, sondern ob du ein Werkzeug willst oder ein Ergebnis. Wer selbst baut, behält die volle Kontrolle und die volle Wartung. Beides gehört zusammen.

Wie derselbe Vergleich gegen Zapier ausfällt, steht hier: boring systems vs. Zapier

Was ein automatisierter Prozess bei mir kostet, steht offen auf der Preisseite

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Gregor Palyan, Gründer von boring systems

Gregor Palyan, Gründer boring systems

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In 30 Minuten rechne ich deinen teuersten Prozess durch: wie viele Stunden im Monat darin stecken und wie viel davon wegfällt. Am Ende der 30 Minuten weißt du, ob und wann wir starten.

Ich baue jedes Projekt selbst mit, deshalb sind es realistisch drei neue im Monat. Ist der Monat voll, hörst du das bei der Anfrage.

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